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Thema: Rechtschreibbericht aus 2006: Statt Christus bald auch Kristus? Datum: 12.08.00 Genzmann (genzmann@aol.com) hat folgende Nachricht in den Verteiler gegeben: ------------------------------------------------------ |
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Rechtschreibbericht aus 2006: Statt Christus bald auch Kristus? Die traditionsreiche evangelische Kirche hält an der Schreibweise "Christus" fest, die Katholiken wollen demnächst "Kristus" schreiben. Dies berichtet die renomierte Zeitung uniWersum, (vormals DIE WELT). Damit die neuen 'kristlichen' Schreibweisen nicht an die schlimmsten Zeiten Berlins erinnern, empfehlen die Befürworter im Gegenzug die Einführung von Schreibvarianten wie "Christallnacht" und "Christallleuchter". In Anlehnung an bewährte Verfahren der ökumenischen Variantenschreibungen biblischer Namen soll die nächste Stufe der Rechtschreibreform eingeläutet werden. Die ökumenischen Schreibweisen "Kerubim" und "Serafinen" hätten sich im katholischen Gebet- und Gesangbuch längst bewährt, wenn auch das konservative evangelische Gesangbuch immer noch "Cherubim und Seraphinen" schreibt, - beim Lied Großer Gott, in der zweiten Strofe. Immerhin schrieben viele Bibeln "nach Martin Luther" bereits "Serafim" in Isaias 6,2, allerdings unter Beibehaltung von "Cherubim" in Genesis 3,24. Die Einheitsübersetzung dagegen schreibt überall Kerubim und Serafim. Dagegen schreibt die Elberfelder Bibel nach wie vor Cherubim und Seraphim. Bei der für die deutsche Kristenheit vorgesehenen modernen Schreibweise "Kristus" will die zwischen staatliche Rephormcommission deshalb "Christus" als Variantenschreibung zulassen. Man erwägt auch, die in Schuldiktaten beobachteten übrigen Varianten zu zu lassen, neben Christus/Kristus auch Cristus und Qristus. Die Nachrichtenagenturen wollen allerdings nur zwei Varianten verwenden. Wie man hört, soll an geraden Tagen "Christus" als gebotene Schreibweise verbindlich gelten, - man will damit den Rentnern entgegenkommen, die an veraltete Schreibweisen wie Christbaum und Christdemok-rat gewöhnt seien. An ungeraden Tagen soll "Kristus" geschrieben werden, einschließlich "Kriststollen" und "Kristenverfolgung". Der neue Schritt der Reform könne Bedenken los mit getragen werden, die Komputer gesteuerten Prog-ramme hätten keinerlei Schwierigkeiten mit diesem Reförmchen. Die Partei eigenen Zeitschriften und Monatsblättchen der Kristdemok-raten wollen genau umgekehrt verfahren, denn schon im alten Rom seien die ungeraden Tage heilig gewesen, und man wolle diese Tradition nicht ohne Not ändern, also "Kristus" nur an geraden Tagen. Die in Bayern immer noch starke kristsoziale Schwesterpartei habe dem zugestimmt. Eine Änderung von CSU zu KSU werde noch diskutiert. Die KMK wolle sich demnächst umbenennen in CMC und damit den neuen amtlichen Schreibweisen Cultur und Conferenz verbindlich Rechnung tragen. Bekanntlich glichen sich die deutschen Schreibweisen immer besser den europäischen Hauptsprachen Englisch und Französisch an, dies sei ja der Haupt-Trend der anstehenden Reform und bedeute eine unglaubliche Vereinfachung für die Kinder im ersten Schuljahr. Ferner hätten die 15 KultusministerInnen und der eine KultusministEr in voll kommener Übereinstimmg so beschlossen. Unterdessen wiesen militante Gegner der neuesten Reform darauf hin, daß die Engländer und die Franzosen doch nach wie vor "Christus" schreiben. In den Bibeln gäbe es zusätzlich zu dem Durcheinander bei Cherubim/Kerubim oder Seraphim/Serafim dann mit Christus oder Kristus ein noch übleres Durcheinander, ebenso bei den Kirchenliedern, bei Bach, Beethoven, Schiller und Goethe. Die VorsItzende der CMC sagte, sie wisse dies auch, in Dänemark gäbe es aber seit langem Kristianastad und -sund, in Panama hätte man Cristobal. Darin habe man ja gerade den Vorteil der Variantenschreibung zu erblicken, sie reduziere erneut die Fehlerzahlen im Diktat. Schließlich folge man in allen Einzelheiten dem Bundespherphassungsgerichtsurteil. Und es sei somit in keiner Weise eine gräuliche Gräueltat, wie von ewig Gestrigen Gegnern dargestellt. Deutschland müsse rephormphähig bleiben oder man werde den Kürzeren ziehen. Die Variante Qristus werde aus multikulturellen Gründen angeboten, damit ausländische Mitbürger, aus dem Iraq etwa, angesichts der alten Variante "Chr..." nicht ständig culturelle Schocks befürchten müßten. Ein confessionsloses Mitglied hatte erst kürzlich bei seinem Austritt aus der Commission protestiert gegen ein "neuerliches ungeheuerliches Schweinestall-Deutsch". CMC und Pherlage wiesen solche Äußerungen als "hophphnungslos chonserfatiph" zurüq. ------------------------------------------------------ |